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Was der Pilger so alles braucht

Veröffentlicht in Pilger ABC

Der vorbildliche Pilger

Das nachfolgende ist bestimmt nicht "Der Weisheit letzter Schluss", es soll vielmehr als Anhaltspunkt und Richtschnur für die jeweiligen persönlichen Bedürfnisse dienen. Aus diesem Grunde entstanden die nun folgenden Zeilen.

Harte Asphaltstrassen, erklärte mir jemand, seien das richtige für einen Pilger, denn ein Pilger müsse leiden. Das hatte wohl seine Berechtigung bei den Buß- und Strafwallfahrten des Mittelalters. Heutzutage wird jeder versuchen, sich solche Leiden zu ersparen. Zumindest solltet Ihr nicht bei schlechter Ausrüstung beginnen. Niemand kann wohl behaupten, die ideale Ausrüstung zu kennen. Da sich die meinige aber auf dem mittlerweile fast 25-maligen Weg zwischen Büttgen und Trier bewährt hat, möchte ich diese Erfahrungen und ganz besonders auch die der anderen Trierpilger an dieser Stelle weitergeben.

Bitte beachtet auch die jeweils aktualisierten Informationen für Erstpilger

Die richtige Fußbekleidung:

Jedes Gehen erfordert einen speziellen Schuh, und nicht immer muss der hochhackig sein. Als Faustregel gilt: je länger die Strecke desto häßlicher der Schuh und andersherum: je häßlicher der Pilger, desto schöner muss der Schuh sein. Wem dieser letzte Aspekt jedoch nichts ausmacht entscheidet sich für gut gedämpfte Schuhe oder solche mit dicken, gepolsterten Sohlen, weil diese die Knie beim Gehen am wenigsten belasten (z.B. Jogging- od. Trekkingschuhe ).Lobb in London

Kunden der Londoner Schusterfirma Lobb bekommen ihre Schuhe auf Wunsch vom Fachpersonal des Herstellers eingetragen. Eskimos kauen ein paar Wochen auf ihren Lederwaren herum, damit sie schön geschmeidig werden. Das sollte als Anregung reichen. Auf jeden Fall sollte man nur mit gut eingelaufenen Schuhen losgehen, welche möglichst noch eine Nummer größer sein sollten als normal.

Auch die Strümpfe verdienen Beachtung. Ich selbst laufe am besten in leichten Socken mit hohem Wollanteil (70 - 80%), z.B. Falke Run. Manche ziehen dickere Strümpfe vor, die mir aber zu warm sind. Bewährt haben sich auch Trekkingsocken, aber bitte darauf achten, daß sie für warme Temperaturen geeignete sind, z.B. Falke TK3 bzw. TK2 Coolmax! Man sollte das vorher ausprobieren! Ich glaube nicht, dass es Zufall war, wenn ich auf den ganzen Touren kaum eine Blase bekam. Besonders in den ersten Stunden sollte man seine Füße genau beobachten und beim geringsten Anlass (Reiben, Drücken) sofort Abhilfe schaffen (siehe unter Gesundheit).