Hintergruende

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Unsere Bruderschaft im geschichtlichen Zusammenhang

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Büttger Brudermeisterstab u. Pilgerkreuz
Büttger Brudermeisterstab u. Pilgerkreuz

Zu den Gebieten, aus denen bereits im 12. Jahrhundert Christen nach Trier gepilgert sind, gehört auch unsere engere Heimat am Niederrhein.
In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen wurde in der Stadtbibliothek Trier, die heute einen großen Teil der alten Bibliothek des 1802 vorübergehend aufgelösten Matthiasklosters besitzt, einige wenige Blätter eines Pilgerbuches aus der Zeit um 1180 entdeckt. Sie sind erhalten geblieben geblieben, weil sie als Vorsatzblätter zu späteren Handschriften gedient hatten. In diesen Bruchstücken des ältestens Pilgerbuches sind unter anderem (Mönchen-) Gladbach und Nörvenich als Heimat frühester Matthiaspilger genannt. 

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Abteikirche und Kloster St. Matthias in Trier an der Mosel

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Die Abteikirche und Pfarrkirche St. Matthias liegt im Süden von Trier. Von den vier mittelalterlichen Benediktinerabteien ist St. Matthias diejenige, die am weitesten außerhalb der Stadtmauer lag. Wohl deshalb blieb sie in den Kriegen des 17. Jahrhunderts von Zerstörungen verschont. Ursprünglich waren Kloster und Kirche nach St. Eucharius benannt, dem Gründer und ersten Bischof der Kirche von Trier. Ihren heutigen Namen verdanken sie den Gebeinen des Apostels Matthias, die seit dem 12. Jahrhundert hier aufbewahrt werden.

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Apostelreliquie in Trier?

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Handschrift aus der Apostelgeschichte
Handschrift der Apostelgeschichte

Der Apostel Matthias († ca. 63) war Schriftgelehrter und ist derjenige Apostel, der von den verbliebenen elf Aposteln ausgewählt wurde, um Judas Ischariot nach dessen Verrat und Selbstmord zu ersetzen (Apostelgeschichte 1:23-26). Der überlieferung nach erlitt er in Kolchis den Märtyrertod.

Klemens von Alexandria schrieb in seinen Schriften, Buch VI, Kapitel XIII über ihn:
Nicht dass sie als Apostel auserwählt wurden aufgrund hervorragender Eigenschaften ihrer Natur, denn auch Judas war zusammen mit ihnen ause
rwählt. Aber sie waren dazu fähig Apostel zu werden, weil sie durch Ihn auserwählt wurden, der sogar die letzten Fragen vorhersieht. Matthias, dementsprechend, der nicht zusammen mit ihnen auserwählt war, zeigte sich würdig, ein Apostel zu werden, ist Ersatz für Judas.

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Gedanken zur Wallfahrt

Geschrieben von Br. Hubert Wachendorf OSB. Veröffentlicht in Hintergruende

 

Die in den langen Jahrhunderten gewachsene Wallfahrt ist auch heute noch sehr lebendig. Jährlich kommen in über 140 Gruppen Pilger aller Generationen nach St. Matthias, wobei die meisten mindestens drei bis vier Tage bis Trier unterwegs sind. Viele gehen den Weg auch zu Fuß nach Hause zurück. Da kommen leicht bis zu 300 Km und mehr zusammen.


Ein Teil dieser Gruppen kann auf eine Jahrhunderte alte Tradition zurückblicken, ungefähr ein Drittel davon ist in den letzten Jahren neu entstanden.Die Pilger kommen zum überwiegenden Teil aus den Bistümern Köln, Aachen und Trier. Die meisten kommen aus der Umgebung von Mönchengladbach, Neuss und Krefeld.

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Mattheis, wie es nicht jeder kennt

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Matthias Abtei im Mittelalter
Holzschnitt der Abtei um 1600
Das „Altmattheiser Wunderbuch“ eine 1948 erschienene, 374 Seiten umfassende Veröffentlichung, herausgegeben von Pater Johannes Hau von der Benediktinerabtei St. Eucharius/St. Matthias, übermittelt uns aus der Zeit des glaubensstarken Mittelalters Begebenheiten, Geschehnisse, Vorfälle und Ereignisse „inniger und kerniger Frömmigkeit“ aus dem Kreis der Pilger, die seit Jahrhunderten nach St. Mattheis kamen. Danach pilgerten alt und jung in frommer Begeisterung zum einzigen Apostelgrab nördlich der Alpen sowohl aus den rheinischen Ländern, aus Flandern, Belgien und Holland, auch aus Lothringen, aus dem Elsaß und der Schweiz, aus Württemberg, Bayern und Kärnten, aus Ungarn, sie kamen von Mitteldeutschland und aus den östlichen Gebieten von Polen und Litauen nach St. Mattheis.

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Matthias - Fakten

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Fest

24. Februar (im Schaltjahr am 25.).

St. Matthias Basilika und Freithof
Daten/Legenden

Nach Apg I, 15-26 als Nachfolger des Judas durch Los ins Apostelkollegium bestimmt, historisch wenig bekannt. Er soll in Betlehem geboren sein, in Judäa und Äthiopien gepredigt haben, im Jahr 63 Martyrium (Beil oder Kreuzigung). Nach den apokryphen Actae Andreae wunderbare Befreiung aus der Hand von »Menschenfressern« durch Andreas.